A N T R A G
zur Landesversammlung des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte
am 24.09.2025 in Neumünster
Antragsteller: Landesvorstand
Kurztext: Prävention und Bürokratieabbau statt Budgetierung
Auswirkungen auf den Haushalt
(unmittelbar erkennbar): keine
Wortlaut des Antrages:1
Die Landesversammlung Schleswig-Holstein des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte2
appelliert an die Bundesministerin für Gesundheit, die Wirksamkeit von Prävention in der3
Zahnmedizin als erfolgreiche Kostendämpfung anzuerkennen.4
Budgetierungen oder Leistungskürzungen gefährden ernsthaft die präventive Versorgung5
unserer Patienten mit daraus resultierenden, deutlich höheren Folgekosten und sind daher6
kein geeignetes Mittel zur Kostenersparnis.7
Weitere Effizienz-Steigerungen im ambulanten GKV-Bereich sind insbesondere durch den8
Abbau von staatlicher Bürokratie zu erreichen.9
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Begründung:12
Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Professionelle Zahnreinigungen und Aufklä-13
rung über Mundhygiene konnten die Fälle von Karies und Parodontitis in den letzten Jahr-14
zehnten erheblich reduziert werden. Bei 35- bis 44-Jährigen ist zum Beispiel seit 1989 die15
Karieserfahrung von 17 Zähnen auf 8 Zähne gesunken, 12-Jährige sind heute zu 78 Pro-16
zent sogar völlig kariesfrei, 1989 sind es nur 14 Prozent gewesen. Diese präventiven17
Maßnahmen haben nicht nur die Zahngesundheit der Bevölkerung verbessert, sondern18
auch die Kosten für aufwendige zahnmedizinische Behandlungen gesenkt. Im Gegensatz19
dazu sind der Aufwand und die Kosten für Bürokratie, Dokumentationspflichten und über-20
bordende Hygiene-Anforderungen seit den 1980er Jahren überproportional gestiegen –21
ohne erkennbaren Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten.
Abstimmung: einstimmig angenommen