1. Was mich an der Zahnmedizin besonders fasziniert…
Mich fasziniert die Mischung zwischen praktischem Tun und akademischem Anspruch. Obwohl der Mund klein und Zähne noch kleiner sind, gibt es ein riesiges Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten. Vor fast 40 Jahren begann ich meine Zahntechnikerlehre, vor 30 Jahren gründete ich meine Praxis – es war nie langweilig!
2. Was ich persönlich unter zahnmedizinischer Freiberuflichkeit verstehe…
Für mich ist Freiberuflichkeit immer verknüpft mit Eigenverantwortung und Selbstständigkeit. Die Flexibilität und Leistungsfähigkeit der ambulanten zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland beruht auf dem Leistungswillen und der Risikobereitschaft freiberuflich-selbstständiger Zahnärztinnen und Zahnärzte. Die grandiosen Erfolge beim Rückgang von Karies und Parodontitis sind unser Verdienst – nicht das von Krankenkassen oder Politikern.
3. Warum ich mich ehrenamtlich im Freien Verband in Schleswig-Holstein engagiere…
Stillstand ist Rückschritt. Wer in der gesellschaftlichen Debatte den Mund hält, wird „nach unten durchgereicht“. Gesundheitspolitiker reden vom besten Gesundheitssystem der Welt und graben denjenigen, die „den Buckel dafür krumm machen“ zugleich das Wasser ab. Freiberuflich-Selbstständige sind leistungsfähig und flexibel – aber auch erpressbar. Sie können weder Praxissitz noch Betreibergesellschaft ins Ausland verlagern (oder damit drohen). Darum sind sie in besonderem Maße auf eine schlagkräftige und ggf. auch konfliktbereite Standesvertretung angewiesen, die unabhängig und frei von staatlichem Einfluss agieren kann.